Was ist eine living library?

Haben Sie schon einmal den Begriff: “Living Library” gehört? Mir ist er auch erst vor Kurzem über den Weg gelaufen.

 

Der Banner der living library in Köln

Was bedeutet living library?

Das Konzept der lebenden Bücherei kommt aus Dänemark. Statt Bücher “leiht” man sich Menschen “aus”, die einem in Bezug auf einen bestimmten Schwerpunkt über ihr Leben erzählen.

Konnte ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Aber heute habe ich in der VHS Köln-Mühlheim selbst an einer living library teilgenommen und bin begeistert.

Living Library: So geht`s

An einer Theke liegen Buchkarten mit einem Covertext aus. So gab es z.B. “Bücher” zum Thema:

– Polyamor

– Gastarbeiterkind

– Ü40, Single und Kinderwunsch

Man entscheidet sich für ein Thema und wird von der “Bibliotheks-Person” zu einer Sitzecke gebracht. Dort nimmt man “seinem Buch” gegenüber Platz und lässt sich für 30 Minuten über das Thema informieren. Je nach Absprache darf man dabei oder danach Fragen stellen.

Meine Bücher waren:

– Urlaub vom System: die Stadtaktivistin

– Die 12 Schritte: Alkoholismus

-Tantra im Alltag

Während der Gespräche bemerkte ich, wie so einige Klischees in meinem Kopf aufgebrochen wurden. Aspekte, die ich völlig unter- oder überbewertet oder überhaupt nicht bedacht hatte, kamen plötzlich ans Licht. Eine echte Horizont-Erweiterung!

Und genau das ist die Idee hinter dem Konzept: Schubladen-Denken zu hinterfragen und stattdessen Toleranz für Vielfalt zu fördern.

Living Library lohnt sich

Mein Tipp: Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine living library zu besuchen, dann machen Sie das! Es lohnt sich!

 

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