So geht Buch-PR: Gelesen werden!

Selbstmarketing Werbung für Ihr Buch Buch-PR
Hacks für Ihre Buch-PR

Sie haben mit viel Herzblut und unter großem Zeitaufwand ein Buch geschrieben. Herzlichen Glückwunsch! Natürlich möchten Sie, dass Ihr Buch auch gelesen wird. Doch wie geht Buch-PR? Ihr Werk nur irgendwie aus dem Bauch heraus zu promoten, ist nicht gerade erfolgsversprechend. Hier also die wichtigsten basic facts, die Sie über Buch-PR wissen sollten. Als Überraschung wartet übrigens am Ende des Posts ein goodie auf Sie …

Buch-PR funktioniert anders

Als Sie Ihr Buch geschrieben haben, wollten Sie Ihr Anliegen Ihrem Leser möglichst genau vermitteln: Sie  haben Ihren Inhalt in langen, ausführlichen Sätzen formuliert, damit Ihre Leser*Innen exakt verstehen, worum es geht. Achtung! Bei der Buch-PR ist eine andere Strategie gefragt, denn hier gelten andere Spielregeln. Nun stehen weder Sie als Autor*In, noch die Inhalte und Informationen, die Sie vermitteln, im Mittelpunkt. Stattdessen dreht sich alles um Ihre potentiellen Leser*Innen. Fachleute nennen das: Leser-Orientierung.

Buch-Pr heißt vom Leser aus denken

Wenn Sie Buch-PR betreiben, sollten Sie also vom Leser aus denken, denn Ihr kommunikatives Ziel besteht darin, ihm oder ihr das Lesen Ihres Buches so schmackhaft wie möglich zu machen. Das gelingt Ihnen am Besten, wenn Sie Ihren Lesern deutlich zeigen, welche Vorteile sie von der Lektüre Ihres Buches haben.  Inwiefern liefert Ihr Buch also einen Mehrwert für Ihre potentielle Leserschaft? Oder anders gesagt: Welche Wünsche und Bedürfnisse vermag Ihr Buch zu befriedigen?

Zielgruppen-Definition: Wer ist mein Leser?

Viele Autorinnen und Autoren verfahren bei ihrer Buch-PR nach dem Gießkannenprinzip,  da sie  möglichst alle Leser überall erreichen wollen. Doch diese Strategie entpuppt sich schnell als Blindgänger: Wenn Sie jede und jeden ansprechen möchten, wird Ihre PR schnell so allgemeingültig und vage, dass sie letztendlich nichtssagend ist.  Daraus folgt, dass sich niemand angesprochen fühlt. Einer der wirksamsten Kommunikations-Hacks bei Ihrer Buch-PR besteht darin, eine möglichst konkrete Zielgruppe vor Augen zu haben. Wer sind Ihre Leser? Für wen haben Sie das Buch geschrieben? Sind es eher Männer oder Frauen? Richtet es sich hauptsächlich an junge, mittelalte oder ältere Leser? Wenn Sie diese Fragen beantworten, wissen Sie auch, wo und wie Sie mit ihnen in Kontakt treten können.

Kommunikationskanäle: Wo treffe ich meine Leser?

Wenn Sie bei Ihrer Buch-PR den Grundsatz der Leser-Orientierung ernst nehmen, dann wissen Sie, wer zu Ihrer Zielgruppe gehört. Diese Kenntnis wiederum ermöglicht Rückschlüsse darauf, wo sich Ihre potentiellen Leser aufhalten.

Wer für Jüngere schreibt, kann sie höchstwahrscheinlich besonders gut über Social Media, via Instagram und Twitter, erreichen. Wer jedoch mittelalte und ältere Generationen ansprechen möchte, wird sich vermutlich eher auf Berufs-Plattformen wie LinkedIn, Xing oder Facebook mit seiner Leserschaft vernetzen wollen.

Natürlich  können Sie auch offline mit Ihren Lesern in Kontakt treten. Auch hier stehen Ihnen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Das kann ein Gespräch am Arbeitsplatz oder während einer Tagung sein. Aber auch in der Nachbarschaft oder in Zusammenhang mit Ihren Hobbys  lassen sich unter Umständen, je nachdem, welche Art von Buch Sie geschrieben haben, Anknüpfungspunkte finden. Klassische PR-Events sind darüber hinaus eine Lesung, eine Pressemitteilung oder ein Interview.

Buch-PR und Tonalität

Wir haben gesehen, dass es viele Möglichkeiten gibt, mit unseren  Lesern in Kontakt zu treten. Welcher Weg richtig für Sie ist, hängt mit Ihrer Persönlichkeit, mit den Gewohnheiten Ihrer Leser und natürlich mit dem Thema Ihres Buches zusammen.

Doch egal, wie Sie sich vernetzen: Sie sind immer gut beraten, wenn Sie darauf achten, den passenden Sprachstil zu verwenden. Lehnen Sie sich sprachlich an Ihre Leserinnen und Leser an! Entscheiden Sie sich bewusst für eine adressatengerechte Tonalität:

  • Siezen oder duzen?
  • Umgangssprache oder höflich-distanzierte Formulierungen?

Noch komplizierter wird es bei „echten“ Gesprächen im „wirklichen“ Leben. Sobald Sie offline Kontakt mit ihren potenziellen Lesern aufnehmen, sollten Sie sich darüber hinaus auch Gedanken über Ihren nonverbalen Auftritt machen.

  • Wie möchten Sie sich kleiden?
  • Welche Gestik und Mimik benutzen Sie?

Und auch hier gilt: Welcher Tonfall ist der Situation angemessen?

Buch-PR bedeutet Beziehungspflege

Jedes Gespräch beinhaltet zwei Aspekte: Die Inhalts- und die Beziehungsebene. Als Sie Ihr Buch verfasst haben, haben Sie sich hauptsächlich Gedanken darüber gemacht, was Sie inhaltlich vermitteln wollten. Bei der Buch-PR ist es aber zumindest genauso wichtig, die Beziehung zu Ihren Lesern zu pflegen. Sie möchten als Mensch sichtbar werden, denn bei der PR  geht es auch um Human Touch.  Bei einigen Autor*Innen geht das so weit, dass sie sich als Marke stilisieren und verkaufen, sprich: sich intensiv mit ihrem Personal Branding beschäftigen.

Wie weit Sie bei Ihrer Buch-PR gehen mögen, ist Ihre Entscheidung. Doch egal, wie Sie es halten, ist es wichtig, nicht nur als kompetent, sondern vor allem auch als sympathisch wahrgenommen zu werden. Halten Sie keine Monologe, sondern gehen Sie auf Ihre Leserschaft ein: Stellen Sie Ihren Lesern Fragen und beziehen Sie sie aktiv ins Gespräch mit ein. Das macht nicht nur Spaß, sondern ermöglicht es Ihnen auch, die Bedürfnisse Ihrer Leserinnen und Leser genauer kennenzulernen.

Sichtbar werden

Im Grunde genommen ist Buch-PR  einfach: Es geht darum, dass wir und unser Buch sichtbar werden. Wenn wir niemandem sagen, dass wir ein spannendes, unterhaltsames, informatives, hilfreiches … (suchen Sie sich aus, welcher Begriff auf Ihr Werk zutrifft) … Buch geschrieben haben, dann wird es auch niemand lesen. Das heißt, unsere gesamten PR-Bemühungen haben vor allem das Ziel, unsere Leser darüber zu informieren, dass es ein neues Buch zu einem für sie relevantenThema gibt. Je nach Buch können es wichtige Sachinformationen sein, die das Berufsleben erleichtern oder ein amüsanter Roman, der Ihren Lesern unterhaltsame Muße-Stunden schenkt oder auch ein sozial-kritisches Essay,  welches Ihren Lesern bislang unbekannte Denkmöglichkeiten eröffnet.

 Der wichtigste PR-Hack

Der vielleicht wichtigste Kommunikations-Hack besteht darin, dass Ihre  Buch-PR zum einen zu Ihrem Buch und Ihrer Persönlichkeit passen muss und zum anderen an den Vorlieben Ihrer Zielgruppe anknüpfen sollte. Wenn Sie dann auch noch mit der richtigen Sprache auf den richtigen Kanälen mit Ihren Lesern Kontakt aufnehmen, dann haben Sie schon einmal sehr viel richtig gemacht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei Ihrer eigenen Buch-PR! Ich freue mich übrigens sehr über Kommentare. Melden Sie mir doch nach dem Lesen eben kurz zurück, welche PR-Tipps Ihnen in diesem Artikel am besten gefallen haben!

Goodie für Ihre Buch-PR

Diesen Blogpost habe ich geschrieben, nachdem ich letzten Monat einen Vortrag über Buch-PR gehalten habe. Und hier kommt meine Überraschung: Wer sich in meinen Newsletter einträgt, erhält als kleines Dankeschön kostenlos die Präsentationsfolien zu meinem Talk.

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Gags schreiben, welcher Witz für welchen Comedian, lustiger Humor
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