Zwischen Stress und Stille

Einkaufen in der Black Week

Kurz vor Weihnachten

Die Linie 16 fiel aus. Es war klar, dass ich auf den letzten Drücker am Treffpunkt vor dem Kölner Dom ankommen würde. Und dort würde ich zudem noch ein Klo finden müssen, denn sonst würde ich unser Vorhaben nicht durchstehen können.

Seit vielen Jahren schon nehme ich an der Gehmeditation durch die Kölner Innenstadt in der Black Friday Woche teil  — und noch nie war ich so genervt und gestresst wie letzte Woche.

Alle Jahre wieder

Doch … das war auch gut so. Denn als wir nacheinander schweigend im Gänsemarsch durch die Einkaufsstraße gingen, hatte ich großes Verständnis für alle, die an mir mit zahlreichen Tüten in der Hand vorbeirasten. Je länger wir gingen, desto mehr knubbelte es sich. Rabattaktionen, internationale Sprachfetzen, der Geruch von Waffeln, Glühwein und Fritten. Hat es eigentlich schon immer so viele pinkfarbene Süßigkeitenläden gegeben?

All`die Menschenmassen und ich sehnte mich eigentlich vor allem nach Ruhe und Gelassenheit. Das war auch das Motto der diesjährigen Gehmeditation. Sich trotz Krisen und Konsumdruck an den kleinen Dingen zu erfreuen. 

Zwischen Stress und Stille

Und da war es. Kurz gegen Ende unseres Walks. Ein leises Trommeln. Mit jedem Schritt wurde es lauter. Dazu eine tiefe männliche Stimme, die eine hübsche Melodie zu dem Rhythmus sang. Sanft und beschwingt hörte sie sich an. Tja, und so erlebte ich nach der ganzen Hektik doch noch einen Moment der Gelassenheit.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Vorweihnachtsstress pur oder durchaus ein paar stille Momente, in denen Sie durchatmen können?

 

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