
Charakterisierung für Fortgeschrittene
„Charakterisierung: 2 Tipps für Fortgeschrittene“ weiterlesen

Liz. Schreibberaterin, Autorin, Rhetoriktrainerin

„Charakterisierung: 2 Tipps für Fortgeschrittene“ weiterlesen

Die voretzte Woche habe ich in den Niederlanden verbracht. Und wie immer, wenn ich in Den Haag bin, besuche ich das ABC: das American Book Center. Ich finde die Auswahl an englischen Büchern toll, ein kleines Paradies für Fans von Belletristik und originellen Fachbüchern, z.B. über das creative writing.
Vorletzten Samstag stand in dem Buchladen alles unter dem Thema der 50-Jahr-Feier des Geschäfts. Es gab u.a. einen literarischen Trivia Quiz. Ich war ganz happy zu den Gewinnern zu gehören und mit einer goodie-bag voller Kleinigkeiten für Buchliebhaber zurück nach Deutschland zu reisen.
Eine Quizrunde fand ich besonders originell: es wurden Musikstücke vorgespielt, die sich auf konkrete Buchtitel beziehen.
Ich habe mir eine ähnliche Fun-Frage überlegt. In den Songlyrics von „Don‘t stand so close to me“ nimmt Sting Bezug auf einen berühmten Roman. Na, wissen Sie auf welchen?
Wenn nicht, finden Sie die Antwort hier:
Songwriting for beginners: How to write powerful lyrics

Auch dieses Jahr war meine (leider nur eintägige) Teilnahme an der FBM wieder wahnsinnig intensiv. Das fing gestern schon mit der Anfahrt an. Trotz der frühen Abfahrtszeit aus Köln war der Zug bereits gut gefüllt mit Messe-Besuchenden.
Am Frankfurter Hauptbahnhof stiegen wir aus und liefen aufgeregt und voller Vorfreude zu den Messehallen. Naja, und wie das eben in Bahnhofsnähe so ist: Dabei kamen wir an so einigen Menschen vorbei, die die Nacht vermutlich draußen verbracht haben. Ich fand es mal wieder ganz schön krass, wie nah unterschiedliche Lebenswelten beieinander liegen können.
Ein paar Schritte weiter betrat ich die Messehallen, deren Empfangsbereich mich immer (es war bereits mein dritter Besuch der Frankfurter Buchmesse) an die Abfertigungslokalitäten in einem Flughafen erinnern. Mittlerweile kann ich mich halbwegs gut orientieren. Im Innenhof ging`s vorbei an einem aufgeblasenen Riesen-Asterix (neuer Asterix Band) und verschiedenen Foodtrucks und dann rein in Halle 3.
Endlich kam ich am Stand der Mörderischen Schwestern an. Innige Begrüßungen und großes Hallo mit den Autorinnen, die ich schon vom letzten Jahr und von der Planung unserer bald anstehenden ersten Online-Lesung her kenne. Danach folgte ein etwas leiseres Sich-Bekanntmachen mit den Schwestern am Stand, mit denen ich bislang noch nicht so viel zu tun hatte. Ja, und dann ging`s los mit meinen beiden Standdiensten. Viele, viele Gespräche über das Bücher-Schreiben, das Bücher-Vermarkten, jede Menge faszinierender Erfolgstorys und natürlich auch der Austausch über die unangenehmen Seiten des Autorinnenlebens.
Mein Meet&Greet lag dieses Mal zwischen meinen Standdiensten. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich letztes Jahr (mein erstes Mal) war. Dieses Jahr fühlte ich mich viel entspannter. Und auch gestern lief alles rund. Einige Besuchende kamen eher zufällig vorbei (was uns aber nicht davon abhielt, nette Gespräche zu führen) und andere hatten sich den Termin gemerkt. Und dann stand da noch auf einmal ein Team von meinem Verlag vor mir. So nett.
Also, insgesamt war es wieder einmal ein überwältigender, toller Tag. Ich weiß jetzt schon, dass es einige Zeit dauern wird, bis ich all` diese vielen bunten Ereignisse verarbeitet habe. In ein paar Monaten werde ich mich mit einem Lächeln auf den Lippen daran zurückerinnern. Dann gehen noch ein paar weitere Monate ins Land und schon wird wieder die nächste Buchmesse in Frankfurt anstehen.
Rauschhafte Grüße und beste Buchstabensuppe
Sigrun
Und Sie? Haben Sie auch schon einmal die FBM besucht? Wie ist es Ihnen dabei ergangen? Freue mich über Kommentare.
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Sie suchen Geschenkideen für Buchliebhaber? Für Leute, die gern lesen oder schreiben?
Hier ein paar Anregungen:
Na, was Passendes gefunden?
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Weihnachtskarten schreiben – Oldies but Goldies

… ging viel zu schnell vorbei. So viele unterschiedliche Geschichten. So melodische Songs.
Vor ein paar Tagen fand unsere Lesung in den Räumen der Volksbank Köln-Bonn statt. Wir wurden herzlich empfangen, Technik und Bestuhlung waren perfekt vorbereitet, kühle Drinks standen für alle bereit.
Kaum, dass das Publikum Platz genommen hatte, ging es auch schon los. Die Autorinnen und Autoren vom https://www.autorenforum-koeln.de/ präsentierten eine große Auswahl spannender, erotischer und humorvoller Storys. Musikalisch wurden wir von der Gruppe Amago-Musik untermalt. Ihr einmaliger kölsch-brasilianischer Sound ließ die gute Stimmung beim ausgesprochen netten und zugewandten Publikum weiterhin steigen. Der gesellige und anregende Abend war für meinen Geschmack leider viel zu schnell schon wieder vorbei.
Jetzt bleibt mir nur noch übrig, nicht nur dem Publikum, sondern auch allen denjenigen ein großes Dankeschön auszusprechen, die vor und hinter den Kulissen zu dem Erfolg dieses wunderbaren Sommerabends beigetragen haben. Dankeschön.


Es hat lange gedauert, aber dann habe ich mir einen Schubs gegeben und mich angemeldet. Damit war klar: Unser Sommerurlaub 2025 würde nach Great Britain gehen und am letzten Wochenende würde ich mich auf dem Symposium in Oxford mit anderen Krimiliebhaber*innen treffen.
Endlich, endlich war es soweit: Der Höhepunkt meiner UK-Reise: Das Crime Fiction Weekend. Und es hat meine Erwartungen übertroffen. In jeglicher Hinsicht.
Alles in allem war das Wochenende eine einzigartige Erfahrung. Bin immer noch völlig platt von den vielen Eindrücken … und total happy.


„Mein Name ist Autoren-Schreibtisch. Ich bin das Zentrum des Schreibretreats. Meine Platte trägt geduldig Computer-Gedöns, Kaffeebecher und (Nerven-)Nahrung. Meine Ohren ertragen Flüche, Fach-Gequatsche und Jubel-Geschrei.“
„Autoren sind launische Menschen. Mal kleben sie stundenlang an mir fest und tippen und klappern auf Teufel komm raus ihre Einfälle in ihre Maschinchen. Dann widerum wenden sie mir eiskalt den Rücken zu und betrügen mich mit der Sitzecke, in der sie spielen, lesen und relaxen.“
„Und gleich verlassen mich einige sogar für mehrere Stunden, um Flensburg zu erkunden. Hallo? Wo bleibt da die Arbeitsmoral und Schreibtisch-Loyalität? Ich mein ja nur …“

Das Konzept der lebenden Bücherei kommt aus Dänemark. Statt Bücher „leiht“ man sich Menschen „aus“, die einem in Bezug auf einen bestimmten Schwerpunkt über ihr Leben erzählen.
Konnte ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Aber heute habe ich in der VHS Köln-Mühlheim selbst an einer living library teilgenommen und bin begeistert.
An einer Theke liegen Buchkarten mit einem Covertext aus. So gab es z.B. „Bücher“ zum Thema:
– Polyamor
– Gastarbeiterkind
– Ü40, Single und Kinderwunsch
Man entscheidet sich für ein Thema und wird von der „Bibliotheks-Person“ zu einer Sitzecke gebracht. Dort nimmt man „seinem Buch“ gegenüber Platz und lässt sich für 30 Minuten über das Thema informieren. Je nach Absprache darf man dabei oder danach Fragen stellen.
Meine Bücher waren:
– Urlaub vom System: die Stadtaktivistin
– Die 12 Schritte: Alkoholismus
-Tantra im Alltag
Während der Gespräche bemerkte ich, wie so einige Klischees in meinem Kopf aufgebrochen wurden. Aspekte, die ich völlig unter- oder überbewertet oder überhaupt nicht bedacht hatte, kamen plötzlich ans Licht. Eine echte Horizont-Erweiterung!
Und genau das ist die Idee hinter dem Konzept: Schubladen-Denken zu hinterfragen und stattdessen Toleranz für Vielfalt zu fördern.
Mein Tipp: Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine living library zu besuchen, dann machen Sie das! Es lohnt sich!

… und Antiquariaten, haben aber eher die aufgeräumte Anmutung einer Bibliothek und wirken insofern ausgesprochen „clean.“ Die Idee besteht darin, durch den An- und Verkauf von Büchern das Konzept von nachhaltiger Kreislaufwirtschaft zu fördern. „Sehr angesagt in Spanien: Re-Read-Buchläden“ weiterlesen