Reise nach Schottland

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Blick auf die Altstadt von Edinburgh

Auf nach Schottland

Im Juni 2023 reiste ich im Eurostar durch den Tunnel von Brüssel nach London. Unter dem Ärmel-Kanal, sprich: unter dem Meer durch. Crazy und schon ein wenig klaustrophobisch, aber nicht zu schlimm. Die Zeit unter dem Wasser dauert 35 Minuten.

Von London aus ging`s dann mit dem nächsten Zug hoch nach Edinburgh. Rolling hills, vorbei an Orten, die mir zum Teil noch von früher vertraut waren. Dann wurde es immer grüner und feuchter… Die letzte Stunde war die Schönste: wir fuhren an der Coastline entlang und ich habe wieder hellwach am Fenster geklebt, völlig hingerissen von der tollen Aussicht.

Ein Werbespruch des Eurostar-Zugs lautet: “You see more when you don`t fly.” Stimmt genau!

https://www.eurostar.com/rw-en

 

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Edinburgh Castle

Welcome to Edinburgh, Scotland

Das Ambiente der Stadt versetzte mich in die Vergangenheit und ließ zugleich mein Harry Potter Herz höher schlagen. Schon allein der Anblick der Edinburgh Castle auf dem Castle Rock, dem Krater eines erloschenen Vulkans, hat mich tief beeindruckt. Sie wirkt wie eine mittelalterliche Drachenfestung und hat in mir zahlreiche Schottland Assoziationen geweckt.  Von Highlander über Rob Roy bis hin zu Outlander.

Doch in den Strassen und Gässchen stapelten sich … spürbar zeitgenössisch … Unmengen von Tourist*innen. Eine ausgedehnte Pause in den Princes Street Gardens schuf Abhilfe, wobei die leckeren pasties natürlich nicht fehlen durften.

Anschließend ging`s weiter zur Victoria Street, dem Vorbild für Harry Potters “Winkelgasse”, in der die Zauber*innen ihre Utensilien einkaufen. Auf Englisch heißt dieser magische Ort übrigens “Diagon Alley” und bezeichnet damit die Diagonale, welche die reale und die magische Welt miteinander verbindet.

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Victoria Street: Vorbild der “Winkelgasse”

Reisetipp für Edinburgh, Scotland: Arthur`s Seat

Am nächsten Tag sind wir den Arthur`s Seat, den Hausberg der schottischen Hauptstadt, hochgewandert. Okay, okay, eher hochspaziert und nur zum Schluss ein bisschen geklettert. Sehr grün, Wiesen mit Wild-Blumen und von oben ein toller Blick auf Stadt und Meer.

Ein echter Reisetipp: Wenn Sie nach Edinburgh reisen, sollten Sie sich diesen kleinen Ausflug nicht entgehen lassen: sehr nah, gut zu erreichen und dennoch wild-romantisch.

Wer Zeit für einen day-trip hat, dem sei eine Zugfahrt nach Balloch empfohlen. Am Loch Lomond haben wir einen wunderbar entspannten Tag in den schottischen Highlands in einer imposanten Landschaft verbracht.

Mein erster Loch

Dean Village: ein Dorf in der Hauptstadt

Durch einen Zufall stieß ich auf einen Reisebericht, der mich auf das urige Dean Village aufmerksam gemacht hat. Sweet surprise: Mitten in  der trubligen Hauptstadt Edinburgh, zu Fuß gut zu erreichen, befindet sich nämlich ein kleines, malerisch gelegenes Dorf.

Reiseeindrücke Schottland travelwriting
Dean Village

Der Besuch in Dean Village hat sich unbedingt gelohnt. Wir sind noch länger am Fluss entlang gelaufen und haben dort gemütlich auf einem Stein in der Sonne gesessen und gelesen. So schön!

Portobello: Blessing in Disguise

Anfangs waren wir etwas enttäuscht, dass wir keine Unterkunft mehr im Zentrum von Edinburgh bekommen haben. Wir sind dann in den Stadtteil Portobello ausgewichen, brauchten zwanzig Minuten mit dem (Doppeldecker-)Bus zum Zentrum.

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Edinburgh am Meer: Portobello

Doch das Ganze hat sich als Glücks-Griff herausgestellt: Portobello liegt nämlich direkt am Meer. Bei offenem Fenster haben wir die Brandung gehört.

Überhaupt ist Porty recht rege: Flea market, library, gut sortierter, engagierter bookshop und ein ausgesprochen netter pub, quiz-night inklusive …

Das Ende unserer Reise: Bye bye Schottland

Bye-bye:

  • Überrascht werden durch den Linksverkehr
  • Scones & Shortbread und andere Leckereien
  • legendary landscapes
  • höfliche Schott*innen, die sich nach jeder Fahrt mit thank you vom Busfahrer verabschieden
  • cooler Akzent
  • pale ale im pub

Ach ja, und die Liste goes on and on and on …

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Travelwriting Helsinki: Impressionen einer Reise

Schreib-Sabbatical: Zweiter Zwischenbericht

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