Die fünf besten Flirt-Tipps für Ihre Gesprächsführung

 Flirten oder die Kunst der charmanten Gesprächsführung
Flirten: Gesprächsführung und Funkenflug (stock photo@www.pexels.com)

Es ist so weit: Am 21.6. hat mit der Sommersonnenwende die heiße Jahreszeit zumindest kalendarisch ganz offiziell begonnen. Zeit, um sich ein paar Gedanken über Flirt-Tipps und Gesprächsführung zu machen, denn auch wenn die Sonne gerade eine kleine Pause einlegt, sind ihre Verlockungen dennoch deutlich spürbar. Plötzlich wirkt das Leben leichter, die Natur schöner, alles scheint möglich. Ein kurzer Blick, ein freches Lächeln. Jetzt ist Action angesagt: Ran an den Mann, hin zu der Frau. Doch was sag ich bloß? Und hier kommen sie schon: die fünf besten kommunikativen Flirttipps.

Flirt-Tipp Nummer eins: Timing ist alles!

Die erste Grundannahme des österreichisch-amerikanischen Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick lautet: „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Anders gesagt: Wir alle drücken uns permanent durch unser Verhalten aus, selbst wenn wir schweigen. Schauen Sie genau hin: Ist die anvisierte Person allein oder in Gesellschaft? Wie ist die Körpersprache? Wünscht sie Kontakt oder steht sie mit verschränkten Armen am Tresen und wirft minütlich Blicke auf die Uhr? In diesem Fall kann vom „Zugriff“ noch an diesem Abend nur abgeraten werden. Sollte Ihr Gegenüber jedoch über einen etwas längeren Zeitraum hin nonverbal Interesse signalisieren, ist der passende Moment für den zweiten Schritt gekommen.

Flirt-Tipp Nummer zwei: Bei der Gesprächsaufnahme reicht normal nett!

Keine Panik. Beim ersten Eindruck kommt es nicht darauf an, besonders witzig zu sein. Was Sie sagen, fällt kaum (7%) ins Gewicht. Viel entscheidender ist, wie Sie sich geben. Und dabei kommt es hauptsächlich auf Äußerlichkeiten wie Kleidung und Körpersprache (55%) und den Klang der Stimme (38%) an. Das optische Erscheinungsbild sollte in sich stimmig sein und: Sie sollten sich wohl in Ihrer Haut fühlen. Schließlich werden Sie einer Studie der Universität Florenz zufolge innerhalb einer Zehntelsekunde instinktiv danach gescannt, wie vertrauenswürdig Sie sind („Freund“ oder „Feind“) und ob Sie als Lover in Frage kommen. Beides evolutionär sinnvoll. Verschwenden Sie also wenig Gedanken an einen möglichst originellen ersten Satz, sondern achten Sie lieber auf einen offenen Blick und einen freundlichen Gesichtsausdruck. Anstatt nervös auf dem Smartphone herum zu tippen, zeigen Sie besser ganz bewusst Ihre Hände und bemühen sich um eine aufrechte Haltung.

Flirt-Tipp Nummer drei: Zu einem Gespräch gehören zwei!

Das erste „Hallo“ haben Sie hinter sich gebracht. Glückwunsch! Der Anfang ist gemacht. Wie bringt man jetzt aber das Gespräch in Schwung? Der Zauberspruch heißt: Fragen stellen! Zu Anfang taugen einfache Entscheidungsfragen ganz gut als Eisbrecher. „Bist du häufiger hier?“ „Netter Laden/ Park/Markt, oder?“ Nach den ersten kurzen Antworten eignen sich offenere Fragen, am besten gepaart damit, dass Sie vorab ein wenig von sich selbst preisgeben. Kleine, alltägliche Begebenheiten. Sparen Sie sich die großen, schweren Themen für später auf. Achten Sie darauf, Ihr Gegenüber ebenfalls zu Wort kommen zu lassen und ihn nicht vor lauter Nervosität „zuzutexten.“

Flirt-Tipp Nummer vier: Wichtigstes Ziel bei der Gesprächsführung ist Lachen und Spaß haben!

Auch bei der Gesprächsführung gilt: Das „Wie“ ist oftmals genauso wichtig wie das „Was“. Nicht die verbale Selbstdarstellung steht an oberster Stelle, sondern eine entspannte, zuversichtliche Ausstrahlung. Während wir uns im beruflichen Alltag oft von dem Gedanken leiten lassen, in kürzester Zeit möglichst viel erreichen zu wollen, gelten hier die umgekehrten Spielregeln. Keine Angst vor Pausen, genießen Sie lieber das Spiel mit der Leichtigkeit, der erotischen Spannung: Vergessen Sie nicht, dass es letztendlich darum geht, sich zu amüsieren, zu lachen und Spaß miteinander zu haben!

Flirt-Tipp Nummer fünf: Zu einer guten Gesprächsführung gehört, sich charmant zu verabschieden!

Na, Schmetterlinge im Bauch? Rosarote Brille? Vermutlich werden Sie mittlerweile ein Gefühl dafür bekommen haben, ob die Chemie stimmt. Im besten Fall dehnen Sie das Treffen aus oder verabreden sich erneut. Vielleicht war es aber nur ein kleiner Flirtversuch ohne Zukunft. Der Andere ist nur auf der Durchreise oder bereits liiert. Vermutlich haben Sie ein wenig Smalltalk, den kurzen Funkenflug und den kleinen Dopamin-Rausch dennoch genossen. Im schlechtesten Fall blieb das Gespräch stockend, ohne in die Gänge zu kommen. Sie konnten nichts miteinander anfangen, hatten sich nichts zu sagen. Dennoch, einfach zu verschwinden, kommt nicht in Frage. Ein etwas hüftsteifes „noch einen schönen Tag“, oder ein vages „bis irgendwann mal“ ist allemal souveräner als sich ohne ein Wort zu verdrücken. Und überhaupt: Nehmen Sie das Ganze nicht zu wichtig. Morgen ist auch noch ein Tag. Hoffentlich wieder mit viel Sonne.


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