Mein Name ist Sigrun Dahmer und ich bin lizenzierte Schreibberaterin, Autorin und Rhetoriktrainerin aus Köln. Hier, auf meinem Blog besser reden — besser schreiben, finden Sie viele aktuelle Tipps und Tricks aus der aktuellen Schreibberatung & Rhetorik, um in Beruf und Alltag erfolgreicher zu kommunizieren. Viel Spaß beim Stöbern! Wenn Sie eine Frage zum Thema haben, versuche ich gern, Ihnen weiter zu helfen. Melden Sie sich einfach per Kommentar, Kontaktformular oder über Social Media bei mir!
7 hupende Autos
3 Werbeblöcke aus der Wohnung von nebenan
3 Mücken
3 Gänge zum Kühlschrank (Wasser)
2 weitere Mücken
2 Gänge zum Klo
4 Unterhaltungen (von der Straße)
2 Lach-Geräusche (Kinder oder Möwen)
1 Kirchturmglocke
… und dann der Duft von Kaffee
Beitrag zur Schreibchallenge #schreibenimjuli22 / Day 17: Schreiben Sie darüber, wie Sie geschlafen haben
… für mich noch nicht ganz herausgefunden, aber ich nehme Sie gerne mit auf eine Baustellen-Führung zum Thema: „Gewohnheiten“ (Schreibaufgabe Day 15 der Schreibchallenge #schreibenimjuli22).
1. Das Fenster: auf oder zu, Gardine geschlossen oder offen?
Bin noch dabei, ein an die Tageszeit angepasstes Fenstermanagement-Konzept zu erarbeiten, um:
– die Hitze zu minimieren,
– die frische Luft zu maximieren
– und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Mosquitos draußen bleiben.
2. Der Essensrhythmus: wann, was, wo und wie viel davon?
Voller Experimentierfreude versuche ich Bewährtes (z.B. Milchkaffee) mit Neuem (Olivenöl und Tomaten-Matsche auf dem Frühstücksbaguette) zu kombinieren.
3. Zu guter Letzt übe ich mich in der Kunst, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Vorläufig sieht das so aus, dass ich morgens lese,schreibe, Orga mache, später Siesta halte und abends aktiv werde.
Inwiefern ändert sich bei Ihnen die Tagesstruktur im Urlaub?
… Schreiben selbst: Darum, welche Schreib-Phase ich am liebsten mag. Das ist einfach.
Ich bin die Indiana Jones des Schreibens
JedeR schreibt anders. Der eine starrt in die Luft, sinniert lange und bringt dann – bam – den perfekt formulierten Satz zu Papier.
Diese Person bin ich nicht.
Ich bin die Indiana Jones des Schreibens,
Typ Jäger- & Sammlerin. Kein Tag, an dem ich nicht irgendwelche Notizen auf Bierdeckel, Einkaufsbons oder Zeitungsschnipsel kritzele. Zuhause übertrage ich diese Ideen anschließend in ein ausgedientes Schulheft meiner Kinder.
Nicht ganz ungefährlich,
… denn in der Menge der verschiedenen Einfälle verbirgt sich oft ein Begriff, der akut ansteckend ist. Er springt mich erst heimtückisch von hinten an, nistet sich kurz darauf in meinem Kopf ein und fängt dann an, sich genüsslich in meinen Gedanken auszubreiten. Auf diesen Stimulus reagiert mein Hirn automatisch damit, dass es anfängt, ein erstes Textgerüst mit Einleitung, Hauptteil und Schluss zu ersinnen.
Diese dreckige, fieberhafte Anfangsphase
des Schreibens, das Jagen nach Ideen und das Zusammenschustern der ersten wackligen Gliederung, genieße ich beim Schreiben am allermeisten. Den Pionierspirit, wenn das Schreiben noch nichts anderes als eine Abenteuerreise voller Überraschungen ist.
Beitrag für die Schreibchallenge #schreibenimjuli22 Day 14 / liebste Schreibphase
Gegen Durst hilft Wasser am allerbesten, doch es ist gar nicht so einfach, daran you kommen. Aus dem Wasserhahn fließt das Chlor, im Meer kratzt das Salz. Insofern fülle ich mir meist eine kleine Flasche für unterwegs ab.
Ach, und was die Genuss-Getränke angeht, “unterstütze ich gern die örtlichen Koffein-Dealer” (… diesen witzigen Spruch habe ich gestern in einem Café entdeckt).
PS. Abends bestelle ich oft
… Alsterwasser, was ich bislang immer mit “una clara” geordert habe. Mittlerweile läuft das anscheinend unter “un Radler por favor.”
Weiß jemand von Ihnen, ob das nur in Andalusien oder auch in anderen Teilen von Spanien so üblich ist?
Day 12: Beitrag für die Schreibchallenge #schreibenimjuli22 Lieblingsgetränk
Das Viertel, in dem ich wohne, ist ruhig und angenehm, das Viertel nebenan sehr lebendig. Besetzte Häuser, Graffitis, Subkultur. Der Ort, den ich nicht mag, befindet sich auf dem Weg von einem „Barrio“ zum anderen.
Um nach „Lagunillas“ zu kommen, muss ich eine Straße überqueren, die so groß ist, dass ich nicht in einem Anlauf durchkomme, sondern mich gezwungen sehe, auf der Verkehrsinsel zu warten… Ich hasse diesen Ort.
Diese Insel ist meine ganz private Stierkampf-Hölle.
– Vor mir funkelndes Polizeiblaulicht und roter Doppeldeckerbus.
– Neben mir eine Leidensgenossin, die mir aufgrund der Platznot auf den Fuß tritt und mir ihren Einkaufsbeutel in die Kniekehle rammt.
– Hinter mir die Vibrationen eines schwerbeladenen LKWs und der fiepende Warnton der Müllabfuhr.
Als es endlich grün wird, ergreife ich die Flucht. Auf der anderen Straßenseite hole ich tief Luft und fingere ein weißes Tuch aus der Tasche, um mir die Stirn abzutupfen.
Day 10 Beitrag zur Schreib-Challenge #schreibenimjuli22 / Albtraum-Ort
Im Schatten sitzen, einen Milchkaffee trinken und die Leute beobachten, die zufällig an mir vorbeiziehen, wie sie stehenbleiben, um jemanden mit einer Umarmung zu begrüssen, ein wenig zu plaudern und dann wieder weiter zu bummeln und dann sehe ich, wie ein Mädchen in Schuluniform, Blick auf das Handy, gegen eine Strassenlaterne läuft und höre, wie mein Sitznachbar, der mit der Zeitung, kurz auflacht, wir grinsen uns zu und ich bestelle noch einen Milchkaffee.
Beitrag für die Schreibchallenge #schreibenimjuli22 Day 8.
… steckt mir der Rhythmus des Arbeitsalltags noch in den Knochen: Jeden Morgen wache ich nach wie vor sehr früh auf. Doch das ist halb so wild, denn zum Glück ist der frühe Morgen meine liebste Tageszeit: Ein luftiger, heller, weiter Raum, der jede Menge glitzernde Möglichkeiten für den neuen Tag bereithält.
In der Schreibchallenge
… mit dem Namen #schreibenimjuli22 geht es am Day 7 darum, welche Rolle das Element Luft an diesem Tag für mich spielt. In der folgenden Textskizze versuche ich zu schildern, wie sich der Anbruch des Tages tief im Süden in der Nähe des Meeres anfühlt. Ich hoffe, dass ich Sie auf meine Reise mitnehmen und Ihnen das Gefühl von einer frischen Morgenbrise auf die Haut zaubern kann.
Da das Fenster hier im Süden
… die ganze Nacht durch sperrangelweit geöffnet bleibt, fröstelst du beim ersten Aufwachen meist ein wenig. Zwischen halbgeschlossenen Lidern hältst du Ausschau nach deinem zerknüllten Laken. Als du es findest, ziehst du es mit einem entschiedenen Ruck zurück ans Kinn. Instinktiv rollt sich dein schwerer Körper in die dunkle, warme Kuhle in der Matratze zurück, bereit für eine weitere Runde Schlaf. Doch da hat er nicht mit der Morgenbrise gerechnet. Sie lässt die Rückkehr in die Ruhe nicht zu. Im Gegenteil. Raffiniert bläst sie die Gardine zum verführerischen Schleiertanz auf.
Das Sommerlüftchen wirkt so zart und unschuldig, doch gewieft zieht es alle Register:
– direkt vor dem Fenster lockt es dich mit dem Schrei der Möwen, der nach Meer und Salz schmeckt
– es kitzelt in deinen Ohren und du vernimmst Wortfetzen von Passanten, die an der Ecke auf den Bus warten
– es lässt dir den Duft des frisch zubereiteten Kaffees von nebenan in die Nase flattern
Irgendwann ergibst du dich und schlägst Augen und Laken auf, genießt die kühle Brise auf deinem Leib. Du stellst die Füße auf und erhebst dich. Der Blick auf die Uhr zeigt, dass es noch sehr früh ist. Egal. Du lächelst. Böse kannst du dem unsichtbaren kleinen Kobold Luft nicht sein.
Jeden Tag fahre ich mehrmals mit dem Aufzug und jedes Mal lese ich „Corona“ (statt den tatsächlichen Namen der Firma: Orona). Ich finde solche „Verleser“ ausgesprochen spannend, da sie mir deutlich machen, wie subjektiv meine Weltsicht ist. Ich lese nicht das, was da objektiv steht, sondern das, was irgendwo in meinem Kopf rumspukt.
Kennen Sie das auch? Haben Sie auch „Lieblingswörter“, bei denen Sie sich immer wieder verlesen?
Für die Schreibchallenge #schreibenimjuli22 lautete die Aufgabe Day 6: „Schauen Sie sich um und schreiben ein Wort auf, welches Sie in Ihrer Umgebung sehen.“
Was man hier im Süden vor Ort trägt? Hmm, schwierig zu verallgemeinern. Erster pauschaler Eindruck: kommt aufs Alter an.
– younger generation
Man trägt kurz: knappe Hosen oder Röcke & Tops. Schließlich will man Tattoos & trainierte Oberarme präsentieren.
-mid-agers
Eher etwas formeller. Bärte sind sehr beliebt. Die Männer sehen im Grunde genommen aus wie der „Professor“ aus „Haus des Geldes“, gebügelte Hemden und Blusen ein Muss und jede Menge Poloshirts.
– SeniorInnen
Werfen sich mit pragmatisch-lockerer, aber doch klassischer Kleidung in Schale.
– Touris all age
Da fallen mir vor allem die Frauen auf: explosiv bunt & bauschig, so ein bisschen zwischen Abi-Ball und Cocktail-Dress. Viiiiel Romantik mit großer Sehnsucht nach Sommerleichtigkeit.