
Schreiben tut gut, weil es langsam ist
Die Entdeckung der Langsamkeit: Sie kennen das sicherlich auch: Ihr Kopf ist voll und droht zu platzen. Doch sobald Sie sich die Gedanken notieren, kehrt Ruhe ein. Ulrike Scheuermann spricht diesbezüglich vom „Schreibdenken“:
https://ulrike-scheuermann.de/ulrike/
Ich finde diesen Begriff sehr hilfreich, denn auch mir hilft das Schreiben beim Denken. Schon allein deswegen, weil ich nicht so schnell schreiben kann, wie ich denke. Dadurch bin ich gezwungen, langsamer an die Themen heranzugehen.
Schreiben tut gut, weil es linear ist
Der zweite große Vorteil beim Schreiben ist, dass ein Wort auf das andere folgt. Beim Denken geht es in unserem Kopf oft drunter und drüber und bei schwierigen Themen drehen wir uns besonders gern im Kreise. Wenn wir unsere wilden Gedanken zu Papier bringen, müssen wir sie benennen und schaffen Ordnung. Das hilft ungemein, um uns erstens selbst über Zusammenhänge klar zu werden und sie zweitens auch anderen mitteilen zu können.
Schreiben tut gut, weil es Abstand schafft
Der dritte Vorteil ist die Distanz. Wenn wir eine Idee oder ein Ereignis aufschreiben, haben wir die Kontrolle darüber. Wir stellen es so dar, wie wir es im Moment für richtig halten. Diese Deutungshoheit gibt uns Halt, da wir unsere Gedanken durch das Schreiben in unsere Weltsicht einpassen.
Und das fühlt sich gut an.









