Immer üblicher: Karrierewechsel mit 50 plus (stockphoto/pexels)
Die Zeiten ändern sich. Wir arbeiten nicht nur länger, sondern auch in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt. Mittlerweile ist es nicht ungewöhnlich, dass sich auch Menschen über 50 noch einmal beruflich neu aufstellen. „Bewerbung mit 50 plus“ weiterlesen
Ich bin am Donnerstag, den 16.10.2025, vor Ort. Kommen Sie doch gern im Laufe des Tages auf ein „Hallo“ am Stand der „Mörderischen Schwestern“ vorbei.
Von 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr findet dort auch mein offizielles Meet & Greet statt. Hier der Veranstaltungstext:
Spannung zwischen Olivenhainen und Küstenwind
In Andalusien ermitteln die Kölner Kommissarin Sandra König und der spanische Comisario Javier Sánchez in mysteriösen Mordfällen – ein ungleiches Duo mit Charme und Scharfsinn.
Lernen Sie die Krimiautorin Sigrun Dahmer persönlich kennen und erfahren Sie mehr über ihre Faszination für Spanien, ihre Charactere und den Schreibprozess. Gerne signiert sie für Sie die drei Bände der Andalusien-Krimireihe: „Mord an der Costa del Sol“, „Mörderisches Marbella“ und „Die Toten von El Silencio.“
Hier ein Potpourri meiner bisherigen Lieblings-Statements:
„Nachdem ich die anderen beiden Teile der Reihe verschlungen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht und konnte mit dem Ermittlerduo Sandra König und Javier Sánchez ordentlich mitfiebern.“ (Danke für die warmen Worte, liebe Jenny)
„Dieser Fall geht unter die Haut.“ (So soll es sein. Mil gracias)
„Die Charaktere wirken authentisch, ihre Dialoge glaubhaft und oft herrlich pointiert. Besonders gefallen hat mir das subtile Spannungsfeld zwischen Gegenwart und der historischen Schuld des Ortes.“ (Das freut mich zu lesen, danke sehr, Marie Müller)
Von Marie Müller stammt auch der schöne Satz: „Das Ermittler-Duo Sandra und Javier bringt genau die richtige Mischung aus Professionalität und Temperament mit.“ (Ach, das geht runter wie ein süffiger Rioja)
Fazit: „Eine ganz klare Leseempfehlung!“ und „Absolut lesenswert! 🌞🕵️♀️📖“ Das nenne ich einen gelungenen Auftakt und freue mich sehr.
Interessiert an Band 3 der Andalusien-Krimi-Reihe? Mehr Infos gibt`s hier: Die Toten von El Silencio
Bunter Erfahrungsaustausch: Vom Konzept zum fertigen Film.
Seriencamp: Mein erstes Mal
Die Magie von Serien? Schöner Titel, aber ehrlich gesagt gucke ich gar nicht so viele Serien. Klar, es gibt schon gut gemachte Crime-Series oder auch witzig, schräge Serien, die mich bestens unterhalten, aber insgesamt bin ich doch noch ziemlich Old-School, was meine Sehgewohnheiten angeht. Aber ich glaube, dass sich das jetzt ändern wird. Warum? „Die Magie von Serien“ weiterlesen
Script Doctors: Willkommen in der Welt der Drehbücher
Bei uns in Deutschland ist Schreibberatung noch ziemlich unbekannt. Andere Länder, andere Sitten: Gerade in den Staaten gibt es da wenig Berührungsängste. Vor allem im Umfeld von Hollywood schätzt man Skript-Beratung (script= Drehbuch) und Co, geht ausgesprochen pragmatisch mit dem Thema um.
Für das Gelingen eines spannenden Krimis ist es wichtig, dass der Antagonist bzw. die Antagonistin gut gezeichnet ist.
Dabei gibt es mehrere Punkte zu beachten:
Die Figur des Gegenspielers sollte nicht wie in einem Kinderbuch durch und durch böse sein (abstoßend aussehen, gemein handeln, charakterlich verdorben sein), sondern ebenso wie unsere Heldenfigur dreidimensional angelegt werden. Warum? Erstens, weil die Story sonst nicht glaubwürdig wirkt und zweitens, weil es nicht sonderlich spannend ist, einer „Dumpfbacke“ auf die Schliche zu kommen.
Ein gelungener Bösewicht sollte vor allem eine starke Motivation haben, die ihn bei seinen unheilvollen Taten antreibt (Backstory!).
Besonders spannend wird es, wenn Protagonist und Antagonist komplementär zueinander agieren: Unsere Heldenfigur hat beispielsweise eine große Schwäche und genau die macht sich unser Gegenspieler zu nutze.
Also: Ein Hoch auf authentische und charismatische Bösewichte.
Haben Sie einen Bösewicht-Liebling (egal ob Buch oder Film)?
Die Entdeckung der Langsamkeit: Sie kennen das sicherlich auch: Ihr Kopf ist voll und droht zu platzen. Doch sobald Sie sich die Gedanken notieren, kehrt Ruhe ein. Ulrike Scheuermann spricht diesbezüglich vom „Schreibdenken“:
Ich finde diesen Begriff sehr hilfreich, denn auch mir hilft das Schreiben beim Denken. Schon allein deswegen, weil ich nicht so schnell schreiben kann, wie ich denke. Dadurch bin ich gezwungen, langsamer an die Themen heranzugehen.
Schreiben tut gut, weil es linear ist
Der zweite große Vorteil beim Schreiben ist, dass ein Wort auf das andere folgt. Beim Denken geht es in unserem Kopf oft drunter und drüber und bei schwierigen Themen drehen wir uns besonders gern im Kreise. Wenn wir unsere wilden Gedanken zu Papier bringen, müssen wir sie benennen und schaffen Ordnung. Das hilft ungemein, um uns erstens selbst über Zusammenhänge klar zu werden und sie zweitens auch anderen mitteilen zu können.
Schreiben tut gut, weil es Abstand schafft
Der dritte Vorteil ist die Distanz. Wenn wir eine Idee oder ein Ereignis aufschreiben, haben wir die Kontrolle darüber. Wir stellen es so dar, wie wir es im Moment für richtig halten. Diese Deutungshoheit gibt uns Halt, da wir unsere Gedanken durch das Schreiben in unsere Weltsicht einpassen.
Autobiografisch zu schreiben ohne zu langweilen ist eine große Kunst
Gerade beim autobiografischen Schreiben besteht die Schwierigkeit darin, so über sein Leben zu schreiben, dass auch die Lesenden sich mit ihren Erfahrungen darin wiederfinden können. Es geht darum, universelle Themen individuell erfahrbar und nachvollziehbar darzustellen.
Autobiografie: Das Universelle im Individuellen
Heute möchte ich euch ein Buch von einem Autoren vorstellen, dem das meiner Meinung nach vorzüglich gelungen ist. Das Buch „Boy in the Mirror“ ist auf Englisch geschrieben, der Autor nennt nur seine Initialen und am schnellsten findet man es unter der ISBN-Nummer, die ihr auf dem Foto seht.
Um was geht es konkret?
Das Buch nimmt uns mit auf die Lebensreise eines Jungen, der in Südvietnam in einer Großfamilie auf die Welt kommt. Wegen des Vietnamkrieges flieht er mit seinen älteren Geschwistern, aber ohne seine Eltern, auf einem Schiff, gehört zu den „Boatpeople.“ Er verbringt einen großen Teil seines Lebens in Kalifornien, reist später als erfolgreicher Businessman durch die Welt, und findet letztendlich seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland.
Um was geht es auf universeller Ebene?
Es geht um das Leben zwischen den Kulturen, um das Dazugehören-Wollen und sich oft fremd und unverstanden fühlen. Es geht um den Amerikanischen Traum, das Sich-Hocharbeiten, kombiniert mit dem American Nightmare, einem unsichtbaren Filter, der Menschen nach der Maxime „friss oder stirb“ bzw. „in oder out“ bejubelt oder aussortiert. Es geht um die Frage, wie weit muss ich mich anpassen und ab wann verleugne ich mein wahres Ich? Es geht um Karriere, Liebe und Kinder und letztendlich um die Suche nach der eigenen Identität.
Leseempfehlung für die Autobiografie: „Boy in the Mirror“
Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Nicht nur, weil es einen schillernden Lebensbericht mit vielen Ups and Downs vermittelt, sondern auch, weil es so kunstvoll erzählt wird. Das hängt mit einem raffinierten Einsatz von Perspektive zusammen, aber ich will nicht spoilern…
Es ist gar nicht so einfach, spannend zu schreiben.
Wie schreibt man spannend?
Was macht einen Text so fesselnd, dass die Leser*innen ihn nicht mehr zur Seite legen können?
Spannung lässt sich auf verschiedenen Ebenen erzeugen:
Am einfachsten ist die Verwendung spannender Wörter, wie zum Beispiel: „plötzlich“ und „auf einen Schlag.“
Hilfreich sind auch kurze Handlungsbögen mit viel Action, wie etwa eine Verfolgungsjagd.
Die große Kunst besteht darin, Spannung durch einen raffinierten Plot zu generieren. Dazu gehört, dass die Hauptfiguren uns so sympathisch sind, dass wir uns mit ihnen identifizieren und deswegen aufgewühlt mit ihnen fiebern. Außerdem sind plot twists, also unerwartete Handlungsveränderungen, sehr effektiv. Die Cliffhanger am Ende eines Kapitels haben eine ähnliche Funktion.
Wie erzeugt man Spannung?
Alles in einem sind Sie gut beraten, wenn Sie sich um einen Spannungs-Cocktail bemühen, der im Kopf der Lesenden fortlaufend auf mehreren Ebenen aufregende kleine und große Lektüre-Explosionen provoziert.
Viel Spaß beim Verfassen von Texten, die einem einen kalten Schauer über den Rücken jagen.
Der Autorenvertrag ist bereits in der Mache. Ich freue mich sehr, dass mein Andalusien-Krimi Número 3 in den Startlöchern steht. Es ist so schön, gedanklich zu Sandra und Javier nach Andalusien zurückzukehren. Es geht doch nichts über ein bisschen imaginierten Sonnenschein in den kalten Wintertagen.
Ein weiterer Mord in Andalusien
Und wovon handelt der Krimi?
Von:
einem fast vergessenen andalusischen Bergdorf
dem toten Linguistik Professor „El Sabio“, der an einer Sprach-App gearbeitet hat
Sandra und Javier, die zwischen Lügen, Intrigen und einer wachsenden aggressiven Stimmung selbst ins Visier der Täter geraten …