Healing Literature. Schon mal gehört?

Aber bitte mit Zucker.

Healing Literature

Bestimmt haben Sie auch schon einmal von Frau Komachi oder von dem Bestseller: „Bevor der Kaffee kalt wird“ gehört. Willkommen in der japanischen Variante der Wohlfühlliteratur. Wir begeben uns in die gemütliche Retro-Kulisse der Buchläden, Schreibwarengeschäfte und Cafés. Dort werden wir freundlich von schnurrenden Katzen empfangen und lebenserfahrenem, herzensguten Personal beraten.

Darum geht`s

Der Trend kommt aus Japan und soll entschleunigen, Geborgenheit spenden und Mut machen. Er bezeichnet sich darum als „healing literature.“ Figuren und Handlung sind sehr schematisch gezeichnet, das Happy End vorprogrammiert, die Grenzen zu Ratgeberliteratur fließend.

Und Bibliotherapie?

Als Fan von Bibliotherapie, bin ich prinzipiell sehr angetan davon, den Lese- (und Schreibprozess) als wertvoll anzusehen. Schon der Akt des Lesens kann heilsam sein: als Lesende ziehen wir uns zurück, nehmen Abstand zum Alltag. Bücher laden uns ein, in andere Lebenswelten einzutreten und besonders spannend wird es, wenn wir die eigene darin mitunter wiederfinden. Das alles finde ich überaus reizvoll.

Meine Meinung zur healing literature

Doch den gerade sehr gehypten Trend der healing literature empfinde ich als zu glatt, zu falsch, zu künstlich.

Etwas Zucker now and then, dem kann ich durchaus etwas abgewinnen, aber bei dem x-ten Band des Mondscheincafés und der Freitagsbuchhandlung steig ich aus.

Haben Sie schon einmal ein Buch der healing literature gelesen? Was sagen Sie dazu? Gehören Sie eher zum Team „Trost tut gut“ oder zum Team „Sugarfree please“?

Kreativ schreiben: Spinnerei oder Kunst?

Kreatives Schreiben, Selbstfürsorge, Resilienz, Bibliotherapie
Kreatives Schreiben fördert die Fantasie – stockphoto: creative commons –

Das Kreative Schreiben verschafft uns die Möglichkeit, mit dem Stift (oder der Tastatur) auf Reisen zu gehen. Auf Reisen im Kopf. Doch was soll das? Handelt es sich dabei um Spinnerei oder gar Eskapismus? Oder sollten wir hier eher von Kunst oder zumindest von Horizont-Erweiterung sprechen?

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